Warum KI nicht (immer) groß gedacht werden muss

von | Jan. 9, 2026 | Tipps & Anleitungen | 0 Kommentare

Erfahrungen aus dem Tourismus-Alltag

Rund um Künstliche Intelligenz im Tourismus wird aktuell viel versprochen: Automatisierung, Effizienz, Skalierung, neue Tools im Wochentakt.

In der Realität vieler Hotels und Restaurants sieht der Arbeitsalltag jedoch anders aus. Wenig Zeit, viele parallele Aufgaben, unterschiedliche Personen, die Inhalte erstellen – und vor allem der Wunsch nach Lösungen, die im täglichen Arbeiten unterstützen.

Gemeint sind dabei die alltäglichen Arbeiten, die im Betrieb laufend anfallen: Inhalte formulieren, Angebote schärfen, Kommunikation nach außen abstimmen. Aufgaben, die oft wenig Zeit lassen, aber große Wirkung haben – quer durch Rezeption, Marketing und Sales.

Genau hier braucht es keine großen Konzepte, sondern Unterstützung, die sofort greift und ohne zusätzlichen Aufwand funktioniert.

mit Liebe & Verstand erstellt – mit Prompts von crosseye Marketing – mit ChatGPT

Hier kippt der Einsatz von KI im Tourismus schnell ins Komplexe. Denn große KI-Ideen bedeuten in der Praxis oft:

  • zusätzliche Tools
  • neue Prozesse
  • mehr Abstimmung
  • und am Ende mehr Aufwand statt echter Entlastung

Unsere Erfahrung aus der täglichen Arbeit mit Tourismusbetrieben zeigt klar: Nicht die Größe einer Lösung entscheidet über ihren Erfolg, sondern ihre Anwendbarkeit im Alltag.

In diesem Blogartikel geht es bewusst nicht um Automatisierungen, Schnittstellen oder komplexe KI-Systeme, sondern um das tägliche Arbeiten von Mitarbeiter:innen mit KI – dort, wo sie im Tourismus-Alltag tatsächlich unterstützt.

KI im Tourismus als Unterstützung – nicht als Abkürzung

Im Tourismus geht es selten darum, Inhalte möglichst schnell zu produzieren.
Es geht darum, relevant zu sein.

  • Verständlich.
  • Vertrauenswürdig.
  • Und letztlich: buchungsnah.

Im Arbeitsalltag von Hotels und Restaurants zeigt sich das ganz konkret:


An der Rezeption sollen Bewertungen beantwortet werden – nicht irgendeine Antwort, sondern eine, die gelesen wird, Vertrauen schafft und zeigt, wie mit Feedback umgegangen wird.


Im Marketing sollen Last-Minute-Angebote beworben werden – schnell, ja, aber bitte nicht austauschbar, nicht werblich und nicht nach „schon hundertmal gelesen“.


Und im Sales sollen genau diese Angebote erarbeitet werden – mit klaren Argumenten, verständlichem Nutzen und so formuliert, dass Gäste erkennen, warum sie jetzt buchen sollten.


Und im Restaurant sollen kulinarische Aktionen sichtbar gemacht werden – etwa eine Themenwoche, ein saisonales Menü oder ein besonderes Highlight. Nicht mit beliebigen Texten, sondern so, dass Lust entsteht und der Anlass sofort verständlich ist.


In all diesen Situationen hilft es wenig, wenn KI einfach schnell einen Text ausspuckt. Was wirklich hilft, ist Unterstützung beim Denken.

KI kann im Alltag unterstützen.
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Die Entscheidung, was gesagt wird und wie es zur Marke passt, bleibt jedoch immer beim Menschen. Gerade im Tourismus ist Erfahrung durch nichts zu ersetzen – weder durch ein Tool noch durch einen perfekt klingenden Vorschlag.

Unsere Praxis zeigt: KI im Tourismus Alltag funktioniert am besten dort, wo sie begleitet, nicht dort, wo sie abkürzen soll.

Praxisbeispiele: Wie KI im Tourismus unterstützt

Am deutlichsten zeigt sich der sinnvolle Einsatz von KI für Hotels und Restaurants dort, wo im Alltag ohnehin entschieden, formuliert oder nachgeschärft werden muss – nicht theoretisch, sondern ganz konkret.

Überall dort, wo Texte entstehen, Angebote bewertet oder Inhalte priorisiert werden, kann KI unterstützen, indem sie Denkarbeit begleitet: durch Einordnung, Struktur und alternative Blickwinkel.

Gerade diese alltäglichen Situationen entscheiden darüber, ob Inhalte verständlich sind, Angebote wirken und Kommunikation Vertrauen schafft. Genau hier entfaltet KI ihren größten Nutzen – leise, unterstützend und ohne zusätzlichen Aufwand.

Rezeption – Bewertungen beantworten

Beim Beantworten von Bewertungen entscheidet der Ton. Ruhig, wertschätzend, souverän. Hier unterstützt KI als Gegenleser: Passt die Formulierung? Ist sie verständlich? Wird Kritik richtig eingeordnet? Die Antwort bleibt menschlich – KI sorgt für Sicherheit.

Und wenn das Bewertungsvolumen irgendwann so groß wird, dass persönliche Antworten im Alltag zur Herausforderung werden, kann ein Tool unterstützen. Hier geht’s zum Blogartikel über das KI-Tool Mara

Marketing – Last-Minute-Angebote bewerben

Last Minute bedeutet oft: wenig Zeit, hoher Druck. Das Angebot selbst ist in der Regel bereits fertig.

KI hilft hier nicht beim Texten, sondern beim Verstehen und Zuspitzen. Ein bestehendes Sujet oder Posting wird herangezogen und analysiert: Warum funktioniert es? Wo liegt der emotionale Einstieg, der sofort klar macht, warum dieses Angebot jetzt relevant ist?

Diese Einordnung schafft Abstand zum eigenen Inhalt und macht Muster sichtbar. Auf dieser Basis lassen sich bestehende Last-Minute-Angebote gezielter aufbereiten – ohne neu zu schreiben und ohne zu kopieren.

Sales – Angebote schärfen

Im Sales unterstützt KI vor allem beim Strukturieren und Fokussieren. Ein bestehendes Angebot dient als Grundlage und wird gemeinsam mit KI betrachtet: Welche Argumente sprechen den Gast wirklich an? Wo liegt der konkrete Nutzen? Und welche Punkte sind zwar korrekt, aber für die Buchungsentscheidung eher Beiwerk?

KI hilft dabei, Inhalte zu ordnen, Prioritäten sichtbar zu machen und den Blick von der internen Sicht auf die Perspektive des Gastes zu lenken. Die Entscheidung bleibt bewusst beim Menschen – aber der Fokus wird klarer und Angebote lassen sich gezielter auf das ausrichten, was für eine Buchung relevant ist.

Wer sich tiefer mit Inhalten, die begeistern beschäftigen möchte, findet dazu hier weitere Antworten zum Thema Content auf deiner Website.

Website – Landingpage-Überschriften

Viele Seiten scheitern nicht am Inhalt, sondern am Einstieg. KI hilft hier nicht, indem sie „die richtige Überschrift liefert“, sondern indem sie Auswahl schafft.

Ein bestehender Text oder zumindest der erste Absatz dient als Grundlage. KI wird gebeten, mehrere alternative Einstiege zu formulieren – mit unterschiedlichen Blickwinkeln: sachlich, emotional oder klar nutzenorientiert. Nicht als fertige Lösung, sondern als Vergleich.

Dieser Perspektivenwechsel macht schnell sichtbar

  • welcher Einstieg verständlich ist
  • welcher Relevanz vermittelt
  • und welcher zur eigenen Marke passt

Nicht zum Kopieren, sondern um den besseren Anfang zu finden.

Wie du deine Hotelwebsite langfristig für die KI Suche optimierst, zeigen wir in unserem Blogartikel zu KI generierten Antworten

Restaurant – Kulinarische Wochen & Aktionen bewerben

Kulinarische Wochen, Themenabende oder saisonale Aktionen gehören im Restaurant zum Alltag – genauso wie die Frage: Wie machen wir das jetzt sichtbar?

KI hilft hier dabei, Ideen für Einstiege und Blickwinkel zu entwickeln. Ausgehend von einer bestehenden Aktion – etwa einer Wildwoche oder einem vegetarischen Menü – lassen sich unterschiedliche Ansätze durchspielen: Genuss, Regionalität, Anlass oder zeitliche Verknappung.

So entstehen mehrere Social-Media-Varianten aus ein und demselben Inhalt. Nicht, um mehr zu posten, sondern um gezielter zu kommunizieren – passend zur Aktion und zur jeweiligen Plattform.

Zum Blogartikel über die Kulinarikstudie der Österreich Werbung und der Wichtigkeit von regionalem Genuss.

Wie KI im Tourismus unterstützt.
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Ordnung statt KI-Chaos: KI im Tourismus sinnvoll nutzen

KI funktioniert deutlich besser, wenn sie nicht wild genutzt wird. Bewährt hat sich eine klare Struktur: Für ein Thema wird derselbe Chat genutzt, Kontexte bleiben erhalten und müssen nicht ständig neu erklärt werden.

Noch übersichtlicher wird es, wenn in ChatGPT mit Projekten gearbeitet wird – etwa getrennt nach Website, Social Media oder Angeboten. Das schafft Überblick, konsistentere Ergebnisse und eine effizientere Arbeitsweise.

Ordnung statt KI Chaos.
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Fazit: KI im Tourismus richtig einsetzen

Künstliche Intelligenz im Tourismus muss nicht (immer) groß gedacht werden. Aber sie sollte bewusst und richtig eingesetzt werden.

Unsere Erfahrung zeigt: Gerade im Kleinen liegt oft der größte Hebel – dort, wo Texte Wirkung entfalten sollen, Entscheidungen vorbereitet werden und Zeit knapp ist. KI ist, richtig eingesetzt, ein äußerst hilfreicher Begleiter im Tourismus-Alltag.

Die gute Nachricht zum Schluss

Wir bei crosseye Marketing beschäftigen uns genau mit diesen Fragestellungen – nicht theoretisch, sondern aus dem täglichen Arbeiten mit Tourismusbetrieben heraus. Wir beobachten Entwicklungen, ordnen sie ein und übersetzen sie in praxisnahe Ansätze, die im Alltag tatsächlich funktionieren.

Dabei geht es nicht darum, KI möglichst groß oder komplex einzusetzen, sondern sinnvoll. Dort, wo sie Mitarbeiter:innen unterstützt, Prozesse erleichtert und Inhalte wirksamer macht.

Genau diese Haltung prägt unsere Arbeit: Künstliche Intelligenz nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeug, das im Tourismus dann am meisten bringt, wenn es richtig eingesetzt wird.

Kontaktiere uns gerne – wir sind nur einen Klick entfernt.

Das Team von crosseye Marketing auf der OMX in Salzburg 2025.